Schiiwochenende Elm

Hallo zäme

So ich glaube es sind auch die letzten wieder gesund zuhause. Viele sind sicher zu früh nach Hause gefahren, es war wirklich ein schöner fast sonniger Skitag heute. Die Pisten waren etwas weich, aber sehr gut präpariert und mit wenig Skifahrern bevölkert. Leider haben wir den Ski von Peter Leumann nicht gefunden, obwohl wir in allen Beizen gesucht haben:-) . Alle die schöne Fotos haben sollen sie doch an Sylvain für die Hompage schicken. Für nächstes Jahr wäre ich froh um eure Meinung über Elm, das Hotel, unter der Woche gehen, ende Januar oder im März gehen, und andere Rückmeldungen.

Martin

Unser Ski-Weekend vom 14./15. Januar 2017

Noch eine Woche zuvor hätte Organisator Martin Wetli das Skiweekend wegen Schneemangels absagen müssen. In den letzten Tagen fiel dann aber reichlich Schnee. Und das Schneetreiben setzte sich halt dann auch am Samstag fort, sodass schon die Hinfahrt nach Elm nur knapp ohne das Montieren von Ketten gelang. Als die meisten von uns nach einem Kaffeehalt im Hotel bzw. Restaurant Elmer sich auf die Skis wagten, herrschte dichtes Schneegestöber, das sich dann für den Rest des Tages fortsetzte, sodass der (obere) Sessellift der Schabellbahn bereits um 14 Uhr abgestellt werden musste. Das Problem bestand eben darin, dass es für die Ski- und Snowboard-Fahrer so gut wie keine Sicht gab, dafür um so höhere Schneeanhäufungen, in denen man dann plötzlich landete und etwa wie René Bosson hüfthoch in diesen versank. Dabei konnte man sich- wie der Berichterstatter selbst erfuhr-  ohne fremde Hilfe kaum wieder aufrichten, denn der Schnee war pulverig und trocken, sodass man gleich wieder einsank. Unserem Kameraden Peter Leumann erging es gar noch schlimmer, als er in den Schneemassen sozusagen versank und den einen Ski nicht mehr finden konnte. Er musste dann  den ganzen obersten Hang des Schabells zu Fuss und mit einem Ski auf den Schultern bis zum Restaurant „Aempächli“ hinunter marschieren, wo er –nach Ueberwindung der 550 Höhenmeter -  erst eine Stunde später eintraf. Dieser eine Ski wurde dann übrigens noch während des ganzen Weekends –auch in allen „Beizen“ – gesucht. Er tauchte aber bis zur Stunde  nicht wieder auf.

Die meisten von uns verbrachten daher die restliche Zeit hier oder im „Aelpli“ oben in guter Kameradschaft. Einige besuchten auch das Haus des Skiclubs, wo René’s Sohn Frondienst leistete.  Später fuhren die meisten mit der Gondel ins Tal. Susanne bereute vermutlich ihren Entscheid, sich nicht uns anzuschliessen, sondern mit Wetlis zusammen ins Tal zu fahren. Sie war noch nicht lange unterwegs, als sie realisierte, dass sie es mit der Abfahrt nicht schaffen würde. Daher beschloss sie umzukehren und mit der Gondel ins Tal zu fahren. Das erwies sich aber wegen des vielen pulverig-leichten Schnees und des steilen Hanges als schwierig und schweisstreibend. Sie, aber auch einige von uns,  kamen ziemlich erschöpft im Hotel an. Erst bei Anbruch der Nacht traf Andrea ein, die mit ihren Skis bis in das Restaurant hineinfuhr und damit für Erstaunen und Gelächter  sorgte. Nachdem nur Toni den Whirlpool im Freien benutzt hatte, genossen wir später das reichhaltige Nachtessen. Der Gemspfeffer stammte von einer  Gemse, die von Elmer Jägern hier im Tale geschossen wurde, wie uns Frau Noser vom Hotel berichtete.

Den Abend verbrachten wir in zwei Gruppen. Die eine verweilte im Hotel, während wir zu acht das nahe Suwarow- Haus aufsuchten, wo der russische General am 5. und 6. Oktober 1799 sein Hauptquartier eingerichtet hatte, nachdem er die Franzosen aus Oberitalien vertrieben hatte. ( Lange ist’s her ! – wobei diese Geschichte eigentlich viele Turnkameraden ernsthaft interessierte, zumal der General nur ein halbes Jahr später, erst 70 Jahre alt, in der russischen Heimat verstarb.). In diesem Kellerrestaurant war es ausgesprochen gemütlich, was auch die Meilemer Musik so empfand, die in Elm ihr Proben-Wochenende absolvierte und hier einen gemütlichen Abend verbrachte. Bald fiel uns auf, dass hier auch Stäfner anzutreffen waren. So orteten wir beispielsweise  Roger Bebie, Sohn von Heinz und Theres und ehemaliger Klassenkamerad des älteren Sohnes des Berichterstatters. Aber auch Heinz Büchi stiess hier auf Bekannte aus dem Autogewerbe. Anderseits hat aber die Globalisierung auch vor diesem Tal nicht Halt gemacht, wurden wir doch –wie in einer Foto festgehalten-  von einer hübschen Bulgarin bedient.

Nach herrlichem Schlaf war der grosse Teil des beträchtlichen Alkoholkonsums wieder abgebaut, und der Sonntag begann sich von der besseren Seite zu zeigen. Zwar hing noch bis gegen Mittag eine dichte Wolkendecke bis weit ins Tal hinab. Aber dann drückte die Sonne zusehends durch und waren die Verhältnisse plötzlich sozusagen ideal: es hatte reichlich Pulverschnee, die Sicht war klar und es gab nur wenig Leute. Im „Aelpli“ assen diejenigen von uns, die die Lage optimistisch eingeschätzt hatten, noch etwas Kleines, bevor wir uns am Nachmittag verabschiedeten, um die Heimfahrt anzutreten. Und nun blicken wir auf ein insgesamt erlebnisreiches Wochenende in guter Kameradschaft zurück und danken dafür, dass Martin dies möglich gemacht hat.

Liste der TeilnehmerInnen: Martin und Andrea Wetli, René Bosson,  Heinz Büchi, Philip und Gabriella Hänggi, Toni Hobi, Ueli Hofmann, Peter und Susanne Leumann, Fredi Rechsteiner, Heiri Spreiter, Ernst Steeb, Hans Streuli und Edi Zollinger.

Bericht: Fredi Rechsteiner     Fotos: Ernst, Toni, Fredi und Philip