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Viele tolle Erlebnisse rund um den Bodensee

Die diesjährige Turnfahrt fand am 25.und 26. August 2018 unter Leitung von Ernst Steeb und Peter Kellenberg statt. Teilgenommen haben von den 38 angemeldeten Turnkameraden deren 35. Ruedi Zemp, Martin Meuli und Fritz Köfer mussten sich leider aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen. Wegen der schlechten Wetterprognose wurde sodann das Programm kurzfristig umgestellt.

Eine kleine Panne

Die Turnfahrt begann am Samstag mit einer kleinen Panne, da Chauffeur Hansjörg Dällenbach unseren Bahnhof mit jenem von Uetikon verwechselt hatte und darum erst kurz vor 6.30 Uhr in Ürikon erschien. Da die Koffern und Rucksäcke aber rasch verladen waren, stand einer beinahe pünktlichen Abfahrt dann aber nichts im Wege. Und bald ging die Fahrt über den Ricken, die Wasserfluh und Abtwil an den Bodensee. Die Sicht über das weite „Schwäbische Meer“ in unsere Nachbarländer Deutschland und Oesterreich war grandios. Auch setzten die Niederschläge erst am Nachmittag ein.

Das Saurer-Museum in Arbon

In der Zwischenzeit wurde aber bereits viel unternommen. Zu Kaffee und Gipfeli trafen wir uns vorerst im nahen Schwimmbad, bevor wir in dieses sehr sehenswerte Museum dislozierten, um dort einer zweistündigen Führung beizuwohnen. Die Gruppe des Berichterstatters wurde von Ruedi Hanimann über alle wissenswerten Details der Web- und Stickmaschinen und später der Herstellung der weltweit bekannten Saurer-Lastwagen informiert (wozu z.B. auch Postautos und viele weitere Fahrzeuge des Oeffentlichen Verkehrs gehörten). 1982 musste dann deren Herstellung eingestellt werden, wobei wiederum tausende von Arbeitsplätzen verschwanden, die in dieser Region sehr begehrt waren.

In Conny`s Hafenbeizli

Nach dieser spannenden Besichtigung ergab sich für 30 Turnkameraden die Gelegenheit, sich etwas zu bewegen und in einer knappen Stunde den Westhafen von Horn zu erreichen und bei Hafenmeisterin Conny Hugener einzukehren, wo der Hunger gestillt und mit ersten alkoholischen Getränken der Durst gelöscht wurde . Im Vordergrund stand hier  –wie später in Bregenz- der Rosé. Eine Stunde später langten wir am Bestimmungsort im österreichischen Bregenz an, wo schon vor dem offiziellen Apero das gesellige Beisammensein ausgiebig ausgekostet werden konnte.

Mit dem Nachtwächter unterwegs

Das Hotel „Messmer“ empfing uns dann mit einem gediegenen Nachtessen, bestehend aus (u.a.) einem Duett von Rinds- und Schweinefilet, Rahmsauce mit Pfifferlingen, Kartofffelstrudel und Speckbohnen. – Noch nie hatten wir auf einer Turnfahrt ein so reichhaltiges Programm. Denn zwei weitere schöne Events sollten folgen: vorerst die anderthalbstündige nächtliche Wanderung mit Nachtwächter Albert durch die Sehenswürdigkeiten von Unter- und Oberstadt. Letztere ist heute –trotz der vielen historischen Bauten- eine beliebte und ruhige Wohngegend. Sozusagen das Schluss-Bouquet bildete das um 22.30 Uhr beginnende Feuerwerk, das bei nun einsetzenden heftigen Niederschlägen unsere Gemüter trotzdem erfreute!

Ein strahlend schöner Sonntag empfinguns Turnkameraden schon beim Frühstück und setzte sich bis zum Tagesende fort. Urs Gebert feierte heute seinen Geburtstag, wozu ihm alle gratulierten (….“mit 66 Jahren…..“ !). Auch heute wurde uns wieder viel geboten, und wir schlossen gleichsam Bekanntschaft mit unserer näheren und weiteren Heimat. Schon kurz nach neun Uhr verliess unser Schiff den Bregenzer Hafen, und wenig später gab es bereits wieder einen Apero in Form von Weisswein, mit dem aus grossen Gläsern angestossen wurde. Spendiert wurde dieser durch die Hechtkasse. (Die übrigen Spender waren übrigens Hans Streuli, Peter Kellenberg, Ruedi Breitler und der Berichterstatter, letzterer allerdings –wegen einer Fehlbuchung-etwas unfreiwillig.)

Das grossartige Zeppelin-Museum

Das Mittagessen wurde auf der Terrasse des Friedrichshafener Museum-Restaurants eingenommen, bevor wir uns um 12.30 Uhr zur mit Spannung erwarteten Führung durchs Museum aufmachten. Es ist schon erstaunlich, dass diese bis 250 Meter langen Luftschiffe schon vor dem 2. Weltkrieg in 2 ½ Tagen von Frankfurt bis nach New York flogen, und dies auf gleichmässiger Höhe von 300 m über Grund, lautlos und mit 100 Stunden-Kilometern. Einige Luftschiffe – in allen Grössen- flogen sogar um den ganzen Erdball.  Jahre später explodierte allerdings die „Hindenburg“ beim Anflug auf New York, und etwa die Hälfte der Passagiere kam dabei ums Leben. (Originalton unserer Führung: wer zu früh vom innert 36 Sekunden abgebrannten Luftschiff sprang, brach sich das Genick, wer es zu spät tat, kam in den Flammen um. Nur jene überlebten, die genau das richtige Timing wählten!)

Zurechtgewiesene Kameraden

Mit dem Katamaran ging es um 16.02 Uhr in einer knappen Stunde in rasender Fahrt über den Bodensee bis nach Konstanz. Beim Aussteigen wurden unsere Kameraden Helmut Jäger und Michael Graf dabei erwischt, als sie mit vollen Weingläsern das Schiff verlassen wollten und sich dabei erst noch gegenseitig zuprosteten. Das setzte eine ordentliche Gardinenpredigt des Schiffsmatrosen ab, etwa mit dem Inhalt: von Euch Alten hätten wird das nicht erwartet!….Sonst gab es aber keine Zwischenfälle mehr, und alle Teilnehmer langten kurz vor 19 Uhr wieder wohlbehalten und in bester Stimmung auf unserem Üriker Bahnhof an. Kurz zuvor hatte Presi Ludwig Dietsche den Organisatoren für diese zwei in jeder Hinsicht gelungenen, wundervollen Tage gedankt und angemerkt, dass ohne ihren Einsatz diese so schöne Turnfahrt nicht zustande gekommen wäre.

Fotos: …………………..

Bericht: Fredi Rechsteiner

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