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Unsere grandiose Besichtigung des Flughafens Zürich-Kloten vom 17. Juli 2019

Die unten angeführten 18 Teilnehmenden waren nach dieser dreistündigen Führung des Lobes voll. Auch der Berichterstatter war begeistert und fand dies wohl die interessanteste Exkursion in der bald 52-jährigen Geschichte unseres Vereins !

Kurz nach zwölf Uhr fanden sich die Ueriker Turnkameraden auf dem Bahnhof Uerikon ein und fuhren unter Leitung von Ernst Steeb mit der S 7 und der Glatttal-Bahn zum Flughafen, wo dann -sozusagen in letzter Minute- auch noch Walter Schillig zur Gruppe stiess. Einige Minuten vor 14 Uhr wurden wir beim „Treffpunkt“ von Ruedi Bossert begrüsst, der uns mit seinen Ausführungen als ehemaliger langjähriger  Pilot zu begeistern wusste !  Und schon bald waren wir in den gelben Gilets und versehen mit den nötigen Ausweisen unterwegs: vorerst in den Bereichen, die auch dem Publikum zugänglich sind und die teilweise einen Blick auf die nahe abgestellten Flugzeuge freigaben. Dann mussten wir -  wie die übrigen Flugpassagiere, aber einen Stock tiefer - die „Security“ passieren. Hier geht es ja in erster Linie um die Abwehr von Sprengstoffen und anderen gefährlichen Dingen, was natürlich für den Flugverkehr von zentraler Bedeutung ist. Durchleuchtet wird hier vorerst das Handgepäck.

Was aber ebenso von grosser Bedeutung ist, ist die peinlich genaue Durchleuchtung der Koffern der Passagiere, die auf riesigen Förderbändern und in hoher Geschwindigkeit transportiert werden: vorerst gemeinsam. Dann aber öffnen sich immer wieder die metallenen Klappen. Die einzelnen Koffern und sonstigen Gepäckstücke werden auf diese Weise feinsortiert und später auf die betreffenden Flugzeuge verladen, was jedoch vom Personal immer noch mit  viel Muskelarbeit verbunden ist : im Durchschnitt müssen die Gepäckarbeiter 12 Tonnen täglich in ihre Hände nehmen. Das Ganze war mit viel Lärm verbunden, blieb aber für uns auf eine eigene Weise faszinierend.

Der Flughafen Zürich ist offenbar der einzige auf der Welt, der Interessierten erlaubt, in den Aussenbereich vorzudringen. Hier nun lief Ruedi als seit kurzem pensionierter Pilot zu voller Grösse auf, weil er mit Begeisterung über seine fliegerischen  Erfahrungen berichtete. So etwa, als wir unter der riesigen  Boeing 777 standen und da immer wieder mit einzelnen Tropfen Kerosin besprüht wurden. Gross war unser Erstaunen über die beiden riesigen Triebwerke, aber auch die mannshohen Räder, die schon bald nach dem Start hydraulisch in den Bug versenkt werden müssen.

Später konnten wir sogar ganz nahe am Flugfeld stehen (die roten Linien durften allerdings nicht überschritten werden !) und die einzelnen Flugzeuge beobachten. Einerseits erfreute uns der Start der A 380 und anderseits erzeugte  ein einzelner Landeabbruch auf der Nordpiste mit schnellem und steilem  Durchstarten auch bei uns Zuschauern eine Art Gänsehaut.

Ruedi erwies sich für uns als Glücksfall, und er wurde von uns Teilnehmenden denn auch mit Fragen über den ganzen Flugbetrieb regelrecht überschüttet. Er beantwortete diese aber alle mit Geduld, Begeisterung und sehr detailliert, sodass die Führung fast eine Stunde länger dauerte als vorgesehen. Am Ende bereute es aber niemand, dabei gewesen zu sein, auch wenn der Durst während dieser langen Führung nicht gestillt werden konnte. Das aber konnten wir dann im Üriker „Gleis 1“  nachholen, wo wir um 18.15 Uhr eintrafen und wo sich nach dem Cordon Bleu-Schmaus Helmut Jäger bei den Initianten Edgar und Ludwig  sowie bei Ernst herzlich im Namen von uns allen bedankte. Ein grossartiger Tag ging nun dem Ende entgegen.

Teilnehmende: René Bosson, René Dürr, Peter und Ursula Frei, Urs Gebert, Erwin Hodel, Helmut Jäger, Peter Leumann, Fredi Rechsteiner, Walter Schillig, Remo Spehler, Heiri Spreiter, Röbi Stamm mit Partnerin, Ernst und Heidi Steeb sowie Edi und Annemarie Zollinger.

PS: Zuhause angelangt beobachtete der Berichterstatter auf seiner App „Flightradar24“ gerade, wie „unsere“ Boeing 777 um 22.58 Uhr mit acht Minuten Verspätung nach Hongkong abhob. Um 23.08 Uhr war sie dann schon nahe des Bodensees und überflog gerade den Grenzort St.Margrethen, wo der Berichterstatter aufgewachsen ist ! Die Reisegeschwindigkeit und die Flughöhe von 31`000 feet erreichte sie aber erst viel später.

Bericht: Fredi Rechsteiner/ 18.7.2019

Fotos: Ernst Steeb u. René Bosson 

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