Eisstockschiessen vom 10.12.2025
In Nebeneinanderstellung mit dem Vorjahr präsentiert sich das Wetter praktisch gleich: Kein Schnee weit und breit, Temperatur etwas über 0° und trocken. Aus Belegungsgründen müssen wir von Lachen Abschied nehmen und auf die Eisbahn in Grüningen ausweichen. Die Schloss-Eisbahn befindet sich bei den historischen Kulissen des Schlosses im Schlosshof Grüningen. Verglichen mit früher ist das Spielfeld kleiner, aber die Eisqualität darf als gut bewertet werden, so dass wir keine speziellen «Spikes» brauchen. Am Schluss fühlen sich die Anwesenden glücklich über diesen Entscheid. Dies wohl auch deshalb, weil ein längerer Reiseweg vermieden werden kann. Alle bewegen sich auf dem Eis relativ sicher und haben auch Spass daran, die ziemlich schweren Eisstöcke zielführend gleiten zu lassen. Es gibt keinen Grund dafür, eine allfällige, unbefriedigende Leistung zu entschuldigen, sollte dieses Gerät das angestrebte Ziel nicht wunschgemäss erreicht haben.
18 erprobte Kameraden entscheiden sich, der diesbezüglichen Einladung Folge zu leisten. Und ich bin überzeugt davon, dass keiner seinen Entscheid bereut hat. Die sportlichen Turner verschieben sich in verschiedenen Autos vom Schulhaus Moritzberg Richtung Grüningen, um im Restaurant Bahnhöfli ab 18.30 Uhr eine Pizza Napoli samt Bier zu geniessen. Silvano, der «Chef de Service», strahlt italienische Freude aus bei der Bedienung der Üriker Gäste. Vor der sportlichen Aktivität wirkt diese Körperzufuhr unterstützend.
Für die meisten bedeutet das Betreten dieses Eisfeldes an aussergewöhnlicher Lage Neuland. Umgeben von Lichterglanz und idyllisch gelegen erfüllt das die Erwartungen. Die beiden Bahnen ermöglichen einen problemlosen Ablauf des Sportgeschehens. Dank dem passenden Outfit kommen die sportlichen Männer gut mit dem eher frühlingshaft anmutenden Wetter zurecht. Dies erweist sich als Treiber für eine allseits gute Stimmung, und immer wieder sind freudige Kommentare zu hören. Mit unterschiedlicher Verbissenheit wird überall versucht, die Eisstöcke so nahe wie möglich an die Daube zu platzieren. Am Schluss kann aus verschiedenen Gesichtern gelesen werden, dass die erzielten Leistungen durchaus Zufriedenheit auslösen. Man hätte eigentlich gerne noch länger hier verweilen können.
Als Abschluss trifft man sich nochmals zu einem «Schlummertrunk» in der gemütlichen Bar mit Fellen auf den Stühlen (Abtrünnige verspüren den Drang zur Dislozierung zum Gleis 1), und allgemein ist man sich einig darüber: dieser interessante Anlass sollte im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden. Alle die nicht dabei waren, haben etwas verpasst.
Heinz Rothenberger